Eine Geschichte „Made in Berlin“

Der DIM-Laden präsentiert neuartige Papierperlen.

von: Berliner Behindertenzeitung

DIM_paper_pearls_5 KopiePaper Pearls – das ist Upcycling-Schmuck aus sozial-verantwortlicher Produktion. In der Offset-Druckerei der USE gGmbH fallen täglich ca. 3.000 Bögen Papier an, die normalerweise als Altpapier entsorgt werden. Im März 2014 entwickelte die Buchbinderin Regina Görnert de Gutierrez die Idee, aus diesem Papier Perlen zu drehen. Dafür werden aus den Bögen Streifen geschnitten, die dann per Hand zu Perlen gefertigt werden. Mit wasserlöslichem Lack werden sie haltbar gemacht.
Durch die unterschiedlichen Farben und Papierarten entstehen individuelle Perlen, die zu Ohrringen und Ketten weiterverarbeitet werden. Die Kollektion erstreckt sich bereits von dezenten Pastelltönen über metallisch schimmernde Perlen bis hin zu bunten, fröhlichen Sets. Durch die Verwendung des überschüssigen Papiers, bleibt der Upcycling-Schmuck auch für den Endverbraucher kostengünstig. Allein Ohrstecker, Ketten und Ringe müssen zugekauft werden.
DIM_paper_pearls_7-1 KopieDas Perlendrehen ist für die behinderten und nicht-behinderten Menschen, die in der Handbuchbinderei beschäftigt sind, ein idealer Ausgleich zum Termingeschäft. Jeden Freitagvormittag treffen sich 18-20 Beschäftigte, um unter Anleitung aus diesen Papierresten Perlen zu drehen und zu lackieren. Hier können sie ihre Kreativität einbringen, indem sie durch Farbkombinationen und Formen neue Schmuckvarianten entwerfen. Die Kollektion wird so ständig erweitert, so sind zum Beispiel Armbänder in Planung.
Die Paper Pearls werden im DIM-Laden in Berlin-Kreuzberg und über den 2014 entstandenen Webshop www.dim-berlin.de vertrieben. Die Preise für die Paper Pearls starten ab 15 Euro. Im Laden sowie im Shop kann man nicht nur die Produkte kaufen, sondern auch viel über den Produktionsprozess und die Menschen, die dahinter stehen, erfahren.