Gewerbe rampentauglich machen

Aktion „Mit einer Rampe mehr Barrierefreiheit im Kiez“.

von: Rainer Sanner

Leider ist es nicht nur vom Wunsch und den Konsumbedürfnissen von Menschen mit Behinderungen abhängig, ob gewerblich genutzte Räume, Restaurants, Cafés, Läden, Arztpraxen und anderes endlich barrierefrei zugänglich und so auch für Menschen mit Behinderungen nutzbar gemacht werden. Besonders in einem zumeist von Altbauten geprägten Straßenbild wie in Kreuzberg sind sehr viele gewerblich genutzte Räume gegenwärtig noch nicht barrierefrei zugänglich, da hier an den Eingängen zu Ladenwohnungen in der Regel ein oder zwei manchmal auch hohe Stufen zu überwinden sind.

Schild SzeneviertelMit Rampen verbundene Vorteile

Am 3. Juli fand in der Kreuzberger Urbanstraße die Aktion „Mit einer Rampe mehr Barrierefreiheit im Kiez“ statt.  Zwei Gruppen von Aktiven suchten das Gespräch mit den dort ansässigen Gewerbetreibenden, um diese für die Anschaffung einer mobilen Alu-Rampe zu gewinnen. „Mit einer mobilen Alu-Rampe schaffen Sie Zugang zu neuen Räumen für Rollstuhlfahrer, Familien mit Kinderwagen und Menschen mit Rollatoren. Und Sie umgehen dabei aufwändige Baumaßnahmen und behördlichen Aufwand“, so war auf einem bei dieser Aktion verteilten Flugblatt zu lesen.
Und die meisten dort angetroffenen Gewerbetreibenden zeigten sich gesprächsbereit, ja, oft interessiert, wozu wohl auch beitrug, dass die Aktionsgruppe auch mit dem günstigen Preis dieser Rampen beeindrucken konnte. Und auch das leichte Anbringen solcher Rampen sprach für sich: Die vorgestellten Rampen bestehen aus Aluminium und sind sowohl für einen mobilen Einsatz als auch für eine feste Verlegung geeignet, sind leicht klappbar und durch einen Transportgriff sehr handlich. Mit solchen mobilen Aluminiumrampen lassen sich ohne aufwändige Baumaßnahmen ein bis zwei Treppenstufen (maximal 25 cm) überwinden, läßst sich so ohne Baumaßnahmen für Rollstuhlfahrer, Familien mit Kinderwagen und Menschen mit Rollatoren Zugang zu neuen Räumen und so ein großes Stück mehr Lebensqualität und Teilhabe schaffen. Und für die Gewerbetreibenden kommen damit potentielle Kunden näher, die über solche Rampen endlich lange unerreichbare gewerbliche Angebote nutzen können.

Fazit: Der Erfolg dieser Aktion ist mittlerweile an einzelnen Orten, einzelnen Geschäften in der Urbanstraße schon in Form einer Rampe zu sehen.

 


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