Schwermetallbelastungen und Erkrankungen

In Überkonzentration wirken sie gesundheitsschädlich.

von: Rainer Sanner

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Foto: ©Fotolia/XtravaganT

Von Natur aus kommen Schwermetalle und ihre Verbindungen in der Biosphäre nur als Spuren vor. Viele Schwermetalle können bereits in leichter Überkonzentration für den menschlichen Organismus gesundheitsschädlich oder giftig sein. Oft werden sie über die Nahrungskette in den menschlichen Körper aufgenommen. Dabei spielen Pflanzen eine große Rolle, da sie Schwermetalle aufnehmen und anreichern können. Chronische Schwermetallvergiftungen wirken beim Menschen besonders auf bestimmte Organe ein und rufen charakteristische Krankheitsbilder hervor.

Schleichende Schwermetallvergiftungen

In dem Buch „Das hat mir geholfen. Schwermetallentgiftung als Basistherapie bei chronischen Erkrankungen“ stellt der Autor, Dr. Peter Jennrich, eine schleichende Schwermetallvergiftung, insbesondere infolge der Auflösung, des Abriebs von Zahnmetallen, als Bedingung zahlreicher Erkrankungen dar. Er lässt immer wieder Betroffene zu Wort kommen, die von ihren Erfahrungen und Therapiewegen berichten und darüber informieren, was passieren kann, wenn der Körper von diesen Umweltgiften befreit wird. Während dies von Seiten der Schulmedizin, des Gesundheitssystems und der Politik nicht so gesehen wird, legt Peter Jennrich in seinem Buch dar, dass die metallischen Gifte im Körper über Jahrzehnte gesammelt werden. Wenn weitere Belastungen wie eine Infektion, ein Unfall oder einfach nur eine private oder berufliche Stressphase dazu kommen, kann seines Erachtens nach die Toleranzschwelle des Körpers überschritten werden, was dann den Übergang von Gesundheit zu Krankheit zur Folge habe. Seines Erachtens liegt im Erkennen und in der Behandlung solcher chronischen Schwermetallbelastungen ein großes Potential sowohl für die Einzelnen als auch für die Gesellschaft.

Problematische, von der Dentalindustrie verwendete, Werkstoffe  

Während auf der einen Seite viele Patientinnen und Patienten gar nicht wissen, welche Materialien in ihrem Mund verarbeitet wurden, vertrauen auf der anderen Seite viele Zahnärztinnen bzw. Zahnärzte auf die Dentalindustrie, die aber offenbar nicht nur gut verträgliche Werkstoffe verwendet. Mit seinem Buch „Amalgam. Risiko für die Menschheit“ hat Joachim Mutter bereits 2002 darauf aufmerksam gemacht, ja, davor gewarnt, dass sich das Quecksilber aus der Legierung der Amalgam-Plomben lösen und den Körper vergiften, wichtigste Organe und das zentrale Nervensystem beeinträchtigen und viele Autoimmunerkrankungen verursachen kann. Hinzu kam, dass Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts vom damaligen Gesundheitsminister Norbert Blüm aus Kostengründen so genannte „Spargold“-Kronen aus Palladium-Legierungen für den zahntechnischen Bereich empfohlen wurden. In der Folgezeit und auch heute noch reagierten und reagieren viele Menschen auf Bestandteile dieser Legierungen mit gesundheitlichen Störungen.

Chronische Belastungen aus dem Zahn- und Kieferbereich

„Der Feind in meinem Mund“ ist der Titel eines im Jahre 2006, von dem in München ansässigen Zahnarzt Dr. Johann Lechner, veröffentlichten Buches, mit dem der Autor leicht verständlich über noch unbekannte oder unerkannte Krankheitsursachen aus dem Zahn- und Kieferbereich aufklären will und damit helfen möchte, chronischem Leiden vorzubeugen. Viele chronisch Kranke leiden seines Erachtens an einem Krankheitsbild, „das ihnen als solches im Augenblick noch gar nicht bekannt ist: Chronischen Belastungen aus dem Zahn- und Kieferbereich.“ Mit den Falldarstellungen in diesem Buch will der Autor zeigen, „welch dramatischer Stellenwert einer unter ganzheitlichem Gesichtspunkt betriebenen Zahnheilkunde zukommt.“ Eine solche will unter anderem neue Lösungen für eingeschränkte Befindlichkeiten, chronische Krankheiten und leistungsmindernde Symptome bei derart betroffenen Menschen finden.

Andere Quellen für Schwermetallbelastungen

Aber neben Quecksilber in Zahnfüllungen spielen noch andere giftige Schwermetalle bei der Entstehung von Krankheiten eine große Rolle. In seinem Buch „Lass Dich nicht vergiften! Warum uns Schadstoffe chronisch krank machen und wie wir ihnen entkommen“ bezeichnet Dr. med. Joachim Mutter die Schwermetalle als „Hauptkrankmacher“. Sie gelangen über verschiedene Wege in den menschlichen Körper: Zum Beispiel über die Atmung wie das Blei aus Autoabgasen, über Kochgeschirr, welches Aluminium enthält, über Impfstoffe, die manchmal auch Aluminium beinhalten, über Amalgam-Plomben, die neben einem großen Quecksilberanteil auch oft andere Metalle wie Kupfer enthalten, das auch über alte Trinkwasserleitungssysteme in zu hohem Maß in den menschlichen Körper gelangen kann und so offenbar eindeutig ungesund ist. Andere giftige Schwermetalle, die bei der Entstehung von Krankheiten eine große Rolle spielen, sind Arsen, Barrium und Beryllium, Eisen, Kadmium, Palladium, Platin und Silber. Angesichts der zahlreichen gesundheitlichen Bedrohungen in der heutigen Welt, formuliert Dr. dent. Helge Runte in seinem Vorwort zu Joachim Mutters Buch „Gesund statt chronisch krank!“ die folgende Perspektive: „Das Sich-Stark-Machen ist unsere Wahl, das heißt: Wegnehmen von Belastungen, Beseitigen falscher Gewohnheiten, durchdachte Ernährung, Stärkung des Immunsystems und Stärkung der psychischen, physischen und geistigen Kräfte auf allen Ebenen.“